Artgerechtes Weihnachten mit Heimtieren
Weihnachten feiern mit Heimtieren - aber bitte artgerecht!
Heimtiere nicht unüberlegt anschaffen / Artgerechte Weihnachtsbeschäftigungen und Geschenke fördern Tier-Mensch-Beziehung / Vorsicht beim Festschmaus (ZZF)
Bereits im Stall zu Bethlehem waren Ochs und Esel dabei – ebenso
dürfen Heimtiere nicht an Weihnachten fehlen. Als Familienmitglieder
haben Tiere Einfluss auf die weihnachtliche Stimmung. Zuweilen weckt
die Weihnachtszeit auch erst die Lust auf das Zusammenleben mit einem
Tier. Die Anschaffung eines Heimtieres sollte jedoch zu jeder Zeit des
Jahres gut überlegt und geplant sein: „Wer Heimtiere ohne Beratung und
Zustimmung des Beschenkten verschenkt, ist kein Tierfreund. Eine
glückliche Beziehung zwischen Tier und Mensch kann nur entstehen, wenn
die Tiere artgerecht gehalten werden. Dafür benötigen Tierfreunde gute
Kenntnisse über die Bedürfnisse ihrer Heimtiere“, erklärt Jörg Turk,
stellv. ZZF-Geschäftsführer und Berater an der ZZF-Tierhotline.
Immer mehr Tierfreunde feiern mit ihren tierischen Mitbewohnern
Weihnachten. „Das kann die Beziehung zu Heimtieren fördern, wenn dabei
ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden“, sagt Turk. So wird für einen
Hund ein langer gemeinsamer Weihnachtsspaziergang oder eine Runde Toben
zum tiergemäßen Weihnachtsfest. Eine schöne Beschäftigung ist auch eine
TTouch-Massage, eine von Linda Tellington-Jones entwickelte
Körperarbeit, die sowohl bei Katzen, Hunden als auch bei Nagern Stress,
Angst oder Schmerzen reduzieren und die Lernfähigkeit und Motivation
steigern kann. Diese Methode können Tierhalter selbst lernen oder eine
Anwendung verschenken. Fachbücher zum Thema sind unter anderem im
Zoofachhandel erhältlich.
Viele Tierfreunde machen ihren Tieren zu Weihnachten ein Geschenk:
„Halter von Hunden und Katzen schenken gerne Körbe mit leckeren
Weihnachtssnacks, Spielzeug oder Pflegeartikeln für das Zahntraining“,
erzählt Jörg Turk. Beliebt und artgerecht sind Intelligenz-Spiele, die
Instinkte wie Auflauern, Jagen oder Kämpfen unterstützen. Innovative
Beschäftigungsspiele gibt es auch für Vögel und Kleinsäuger.
Vermenschlichen sollten Halter ihre Tiere an Weihnachten jedoch
nicht: „So lange Tierbesitzer artgerechte Geschenke aussuchen, fördern
sie die Tier-Mensch-Beziehung. Mit Schokolade aus dem eigenen
Adventskalender kann man ihre Gesundheit jedoch schwer schädigen. Das
darin enthaltene Theobromin verursacht Durchfall und Erbrechen“, warnt
Jörg Turk. Auch beim weihnachtlichen Festschmaus dürfe man sich nicht
von treuen Hunde- oder Katzenaugen erweichen lassen. In der Regel ist
die Festtagskost zu salzig und fettreich für den Tiermagen. Hunde
sollten vor allem nicht an Geflügelknochen nagen, da diese leicht
splittern und Magen- oder Darmverletzungen verursachen können.
Quelle: www.zzf.de
Presse-Information
Wiesbaden, 29. November 2010